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Frühlingsgefühle

  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Eine Hand hält ein rotes Papierherz in die Luft.

Die letzten Wochen haben schon vom Frühling erzählt, ganz sanft und behutsam. Wie die Sonne, die mir fast ein bisschen schüchtern ins Gesicht gestrahlt hat nach den Wintermonaten. Genau diese Zartheit hat mich in diesem Frühling irgendwie besonders berührt - vielleicht weil sie mich an einen Teil von mir selbst erinnert hat, den ich manchmal gerne wegschieben würde?


Überall waren diese zarten Blüten: helles Rosa, sonniges Gelb, ein warmes Orange. Kleine Farbtupfer, die die Straßen wieder bunter machen. Jede einzelne so fein und filigran, dass ein einziger Regenschauer oder ein etwas zu starker Wind genügt, um sie zu Boden fallen zu lassen. Vielleicht ist es sogar genau das, was sie so besonders macht? Dass wir wissen, sie werden nicht lange bleiben? Und so bleiben Menschen stehen, freuen sich über ihre Farben und riechen an ihnen. Dazwischen all das junge Grün, das sich seinen Weg bahnt und so frisch wirkt, als hätte es nur darauf gewartet, endlich loszulegen. Wie es sich langsam im Wind bewegt, fast so als würde es mit dem Zitronenfalter tanzen, der vorbeifliegt. 


All die feinen Frühlingsboten schenken ein Gefühl von Neuanfang und eine leise Vorfreude auf das, was noch kommt. Sie haben mir aber vor allem mal wieder gezeigt, dass diese Zartheit keine Schwäche ist - auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Oft habe ich das Gefühl, genauso zerbrechlich zu sein, zu wenig robust und zu empfindlich für das, was das Leben manchmal mit sich bringt. Doch gleichzeitig weiß ich auch, dass genau diese Zartheit mich auf der anderen Seite so empfänglich macht. Für die leisen Momente, für die kleinen Alltagsfreuden und die besonderen Dinge, die man so leicht übersieht. Sie lassen mich tief fühlen. Und das will ich nicht missen.




 
 
 

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